Greenpeaceumfrage

Resilienz während der Coronakrise, Teil 1

Die Zeit während des Lockdowns und während der Lockerung der Corona-Massnahmen erleben die Menschen ganz unterschiedlich. Die einen sind gestresster, ängstlicher, depressiver. Die anderen nicht - wie erklärt sich das?

Die Universität Basel hat in ihrer Swiss Corona Stress Study 10'000 Menschen befragt, wie sie sich seit Beginn der Corona-Krise fühlen.

Die schlechte Nachricht: Der Anteil der Befragten mit schweren depressiven Symptomen hat zugenommen (9% -> 12%).

Die gute Nachricht: Etwa die Hälfte der Studienteilnehmenden fühlte sich während des Lockdowns nicht oder noch weniger gestresst. Seit den Lockerungen sind es sogar 60%. Die andere Hälfte fühlte sich während des Lockdowns gestresster als vor der Corona-Krise. Seit der Lockerungen der Massnahmen sank dieser Anteil auf etwa 40%. Auch der Anteil jener Menschen, die mehr Angst verspürten als vor der Krise ist gesunken (57% -> 41%).

Ältere Menschen ab 55 Jahren, vor allem Männer, zeigten sich - trotz erhöhter Gefährdung durch eine Viruserkrankung - besonders resilient. Das tönt logisch, denn sie haben in ihrem Leben schon viele Krisen bewältigt, was ihre persönliche Resilienz stärkt.

Ein anderes Bild zeigt die «Gen Z»-Studie zur Frage, wie sich die Kinder und Jugendlichen fühlen - generell, nicht nur in Bezug auf Corona: Nicht einmal ein Zehntel glaubt an eine künftige Verbesserung der politisch-sozialen Lage in der Schweiz. Während noch knapp ein Drittel der Millennials mit dem Leben zufrieden war, sind es nur noch 26% der Gen Z. Sie haben das Vertrauen in das freie Spiel der Märkte zum Wohle aller verloren und erwarten vom Staat mehr Stärke und Regulierung. Politisches Engagement und Handeln im Kollektiv, Sicherheit, geregelte Freizeit und ein sinnvolles Leben sind ihnen wichtiger als ein hoher Lohn. Ihre grösste Sorge: Die Umweltzerstörung und die Altersvorsorge. Sie zeigen sich verträglich, gewissenhaft, leistungs- und erfolgsorientiert und haben zugleich Angst vor ihrer Zukunft. Insbesondere junge Frauen sind gestresst. Wie es den «Gen Z» wohl gerade jetzt geht?

Nochmals zurück zur Basler-Studie: Menschen, die sich in der Zeit der Coronakrise vermehrt ihrem Hobby oder einem neuen Projekt zuwenden und körperlich aktiv sind, sind im Durchschnitt weniger gestresst als vorher. Auch das tönt logisch, denn wer sich in der Krise fragt: «Was ist mir besonders wichtig im Leben? Was davon kann ich selbst beeinflussen? Und was davon will ich nun ganz konkret anpacken?», handelt proaktiv, zukunftsgerichtet und stärkt damit die persönliche Resilienz. 

 

Und Sie? Wie geht es Ihnen heute? Schreiben Sie an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bleiben Sie gesund und bleiben Sie verbunden. 
Ihre Regula Hug 

 

 

Bild: ©Greenpeaceumfrage zur Verhaltensänderung nach Corona

 

 

 

 

 

 

 

 

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