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Individuelle Resilienz

Der englische Begriff «resilience» steht für Widerstandsfähigkeit und Elastizität. Er beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen. Die individuelle Resilienz des Menschen basiert auf seinen persönlichen Ressourcen. Doch diese kann der Mensch nur entwickeln im Zusammenspiel und Kontakt mit seiner Aussenwelt, seinen sozialen Ressourcen. Schauen Sie sich das Resilienz-Modell von Ulrich Siegrist und Martin Luitjens aus dem Jahr 2011 an.

Klaus Fröhlich-Gildhoff und Maike Rönnau-Böse schreiben in ihrem Buch über Resilienz und Resilienzförderung über die Lebensspanne: «Wir nutzen unsere Bewältigungskompetenzen aktiv im Hier und Jetzt. Dabei hilft uns die Fähigkeit zu geniessen und sich etwas Gutes zu tun, Humor, Optimismus und die Fähigkeit zu verzeihen und ein ressourcenförderndes Erleben und Verhalten. Und wir können unsere Bewältigungskompetenzen durch Erfahrung immer neu anpassen und mit der neuen Situation abstimmen durch die Fähigkeit, persönliche, sinngebende Ziele zu entwickeln, daraus Handlungspläne abzuleiten und eine Passung zu Gegebenheiten der Umwelt herzustellen.»

Denn: «Bei kritischen Lebensereignissen ist der Ausgang immer offen. Kann die Krise bewältigt werden, stärkt das erhöhte Selbstwertgefühl die Resilienz. Kann die Krise nicht bewältigt werden, führt das zu Selbstwertkrisen. Resilienz ist somit kein stabiles Konstrukt. Resilienz ist ein dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess!»

Und: «Resilienz ist unser Bewältigungskapital, indem wir unsere Beziehungen zu anderen Menschen aktiv gestalten, unseren eigenen Selbstwert sichern, unsere Lebensziele entwickeln und den Lebenssinn immer wieder umgestalten.»

Lesen Sie morgen weiter über die persönlichen Resilienz-Faktoren.

 

Abbildung © Regula Hug Resilienz-Coaching (nach Siegrist & Luitjens, 2011)

 

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