Hier finden Sie spannende Themen aus meinem Beratungsalltag, die Sie auch interessieren könnten.

Bei Fragen, Anregungen oder wenn Sie eine wöchentliche Zusammenfassung der Beiträge wünschen, schreiben Sie an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wie wollen wir nach Corona zusammen leben?

 

3. April 2020 

Unsere Zukunft beginnt JETZT!

Die Pandemie (griech.: das ganze Volk bzw. alle Menschen betreffend) hebt die Welt, wie wir sie kannten, aus den Angeln und wirft uns auf uns selbst zurück. Wir werden auf das Wesentliche gestossen, sagt die Ethikerin Christiane Woopen im «Spiegel». Das ebenfalls griechische Wort «Krise» bedeutet im Kern «Entscheidung». Wir alle stehen an einem Wendepunkt und können und müssen jetzt entscheiden: In welcher Gesellschaft wollen wir leben und wie wollen auf dieser Welt zusammen leben.

Aus philosophischer Perspektive vertieft Gert Scobel die Frage, was nach Corona kommen wird.

Aus ethischer Perspektive diskutiert er zusammen mit Ethikerin Claudia Wiesemann, Philosoph Markus Gabriel, Mediziner Stefan Brunnhuber und Zenmeister Muho die existentiellen Fragen, die die Corona-Krise heute an uns Menschen stellt.

Zum ersten Mal in unserem Leben erfahren wir, dass alle Menschen auf dieser Welt dasselbe Schicksal teilen. Diese einmalige Auszeit ermöglicht uns die Grundlagen zu klären, auf welchen wir künftig entscheiden wollen: Ökonomie - Ethik, Wettbewerb - Kooperation, Egoismus - Solidarität (in der Nachbarschaft und über die Nationen hinaus). 7.5 Milliarden Menschen sind durch den Stillstand in einem Zustand der Bereitschaft, ihr Verhalten zu ändern.

Wir wechseln gerade in die Globalisierung 4.0, in der auch regionale Strukturen wieder bedeutsam werden. Wir erleben gerade, dass

  • unser individuelles Verhalten (social oder body distancing) die gesamte globale Systemdynamik beeinflusst und
  • unser Lebensstil unmittelbar zusammenhängt mit der globalen Erhitzung und dem Verlust der Artenvielfalt und biodiversen Lebensräume, was die Übertragung von Viren beschleunigt und solche Pandemien auslösen kann.

Wir lernen gerade, dass wir von anderen Menschen in anderen Kontinenten abhängig sind. Wir fühlen uns als Mitglied der Menschheit und handeln solidarisch - mit den Menschen in unserer Nachbarschaft und auf anderen Kontinenten, indem wir für einander einkaufen oder Spitalbetten zur Verfügung stellen.

Wir brauchen eine Politik der Resilienz und eine Ökonomie der Resilienz - die uns Wege von der Effizienz zur Resilienz aufzeigen.

Diese Auszeit können wir auch als ein Geschenk begreifen, das wir vielleicht nie mehr erleben werden, um uns Gedanken zu machen über die Richtung, wie wir das Leben leben wollen.

 

Bliibed Sie gsund! Halten Sie Abstand und bleiben Sie verbunden.
Herzliche Grüsse, Regula Hug

 

PS: Dank Ihnen und Ihren grossartigen Ideen und Hinweisen ist ein vielfältiger und umfangreicher Resilienz-Blog entstanden. Daher wird er übers Wochenende neu strukturiert, der nächste Beitrag folgt am 7. April 2020.

 

 

 

Wald Knigge AfW
 © afw-ctf.ch

  

2. April 2020

7 Tipps in Zeiten des Coronavirus

Der Förderverein Natur im Siedlungsraum setzt sich für eine hohe Artenvielfalt ein. Während sich die einen Menschen für unsere Gesundheit und Verpflegung einsetzen, haben andere keine oder nur wenig Arbeit. Wie können diese die Zeit während der Corona-Krise für sinnstiftende Handlungen nutzen? Naturschutz.ch gibt Tipps und Hinweise, wie wir unsere Umwelt sinnvoll nutzen und erleben können.

Und Sie - mit welchen sinnstiftenden Handlungen nutzen Sie Ihre freien (Zeit-)Räume? Was möchten Sie für die Zukunft lernen oder anpacken?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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 © effecto.ch

  

1. April 2020 - Einsingen mit Simonetta Sommaruga

 

Peter Picca bringt eine andere Perspektive auf die Corona-Situation ein:

 

Liebe Regula 

Resilienz begleitet mich seit einigen Jahren in meiner Tätigkeit als Marketer, Berater, Dozent und Vater. Deinen «Blog» finde ich eine gute Initiative um ein Barometer der Gesellschaft widerspiegeln zu können, auch wenn sie vielleicht eine akademische Seite darstellt, ist es eine Sicht die viele zum Nachdenken bringen kann. 

Gesellschaftlich werden wir uns nur kurz verändern. Wir sind von Wohlstand, einer illusorischen Sicherheit und einer sich vom Status definierenden Gesellschaft getrieben. In einem Wohlstandsstaat wie die CH hatten wir bis heute eigentlich keine echten Ängste. Wenn wir Ängste hatten, wurden sie durch die Eingangs erwähnten Faktoren getrieben. Vielleicht lernt die Gesellschaft neu, was es heisst Angst zu haben. Die Medien steuern uns dazu, vielleicht erstmals seit dem zweiten Weltkrieg wieder echte Angst zu verspüren. Aber das System wird es nicht zulassen, denn eine ängstliche Gesellschaft ist nicht produktiv, sie ist gelähmt! Lähmung stoppt die Wirtschaft, den Wachstum und die so tolle Digitalisierungsepoche die erst gerade begonnen hat. Also wird das System das nicht zulassen. Dass ein unsichtbarer Feind (oder eben „Freund“) auf die Bremse der „Erdrotation“ tritt, war nötig! Dass Menschen dafür in tragischer Art und Weise dafür sterben müssen, ist traurig und leider nicht zu vermeiden. Aber die Welt war überhitzt unterwegs, auf der Autobahn des menschlichen Innovationswahnsinns. Silicon Valley und andere Innovations-Think-Tanks der Welt werden hoffentlich neue Inspirationen finden um mehr für Forschung, Medizin und lebensrettenden Innovationen tätig zu sein, als für einen selbstsprechenden, digitalen Kleiderbügel der dir sagt was Amazon aufgrumd seiner künstlichen Intelligenz für dich gerade im Warenkorb gelegt hat, dass dich beim nächsten Businessmeeting kompetenter aussehen lässt als du es wirklich bist! 

Wir müssen wieder lernen unseren Kindern bzw. den nächsten Generationen, die wahren Werte des Lebens zu vermitteln! Ihnen aufzeigen, wie wertvoll die Berufe Becker, Krankenpfleger, Chauffeur, Regalauffüller, Lagerist und weitere sind, besonders aber eben nicht nur in Zeiten wie diesen! Und die Wirtschaft und Gesellschaft ebenfalls!!! Rauf mit Lohnniveaus dieser Berufe, rauf mit der Wertschätzung dieser Menschen, die jetzt dafür sorgen, dass wir Besserverdiener, in Attikawohnende, Zweiautobesitzer und Vielreisende, Homeoffice machen dürfen und auf die erlösenden News des BAG“s und des Bundesrats „warten“ dürfen! Dass man es richtig versteht, ich nagle nicht den Kapitalismus ans Kreuz, auch nicht die akademischen Berufe, ich bin auch keine Greta, ich wünsch mir nur, dass das System sich durch die Learnings der kommenden Wochen, sich neu resetet und den Blickwinkel um mindestens 60 Grad erweitert! Das schafft mehr Respekt, weniger Distanz und weniger Opportunitätskosten! 

In diesem Sinne, liebe Regula, keep distance - stay togheter 

Gesunder Gruss, Peter Picca

 

 

Und Sie - wie stärken Sie sich im Moment? Und auf welche eigenen Stärken vertrauen Sie?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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© Das Magazin N°13 - 2020, S. 26.

 

31. März 2020

Krogerus & Tschäppeler zeigen im Magazin N°13 - 20 wie man mit grossen Veränderungen umgeht. Nach dem ersten Schock wollen wir zunächst die Veränderung nicht wahrhaben. Irgendwann kommt die Einsicht und wir resignieren. Später gewöhnen wir uns an die Situation und beginnen mit dem Ausprobieren neuer Handlungsmöglichkeiten. Und es kommt der Tag, an dem das Neue normal wird.

Manchmal überspringen wir eine Phase, dann springen wir wieder zurück, je grösser die Krise desto öfter schwanken wir zwischen den Phasen hin und her, durchlaufen aber letztlich alle Phasen. Mikael Krogerus und Roman Tschäppeler empfehlen: «Betrachten Sie Ihre derzeitige Situation, und fragen Sie sich: In welcher Phase bin ich gerade?»

 

Und Sie - wie stärken Sie sich im Moment? Und auf welche eigenen Stärken vertrauen Sie?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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© Claudia Croos-Müller, März 2020

 

30. März 2020

«Wer mehr auf sich achtet, ist widerstandsfähiger gegen Stress und geht - auch in kritischen Situationen - leichter durchs Leben», sagt die Ärztin und Gesundheitsexpertin Claudia Croos-Müller. Gerade jetzt im Frühling schlägt sie vor, wenigstens 10' hinauszugehen und tief durchzuatmen. Damit wir uns entspannen und wieder bei uns selber ankommenn können, zeigt sie ganz einfache Übungen, die uns gut tun: Blumen-Duft-Atmen, Strohhalm-Schlürf-Atmen, Hand aufs Herz legen, die Arme ausbreiten und «Fliegen», Singen, Lächeln, ...

In ihren ansprechenden kleinen «Überlebensbüchern» erklärt sie die Übungen und warum sie aus neurobiologischer Sicht funktionieren:

  • Kopf Hoch. Soforthilfe bei Stress, Ärger und anderen Durchhängern
  • Nur Mut! Soforthilfe bei Herzklopfen, Angst, Panik & Co.
  • Viel Glück! Soforthilfe bei Schwarzsehen, Selbstzweifeln, Pech und Pannen
  • Alles Gut. Soforthilfe bei Belastung, Trauma & Co.
  • Schlaf gut. Soforthilfe bei Schlechtschlafen, Albträumen und anderen Nachtqualen

 

Und Sie - wie stärken Sie sich im Moment? Und auf welche eigenen Stärken vertrauen Sie?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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Wochenende vom 28. und 29. März 2020

Schon zwei Wochen befinden wir uns in der Corona-Krise. Zeit für einen ersten Überblick über das, was Sie, meine Kunden, Freundinnen und Freunde und auch mich in der letzten Zeit beschäftigt hat.

 

Gesellschaftlich

  • Die Schulen werden zu einem wichtigen Ort des Haltgebens. Sei es mit persönlichen Besuchen, mit Telefongesprächen, per Mail oder als Videokonferenz - sie sprechen mit den Eltern, mit den Kindern und geben dadurch Halt. In einer Gemeinde erhalten Eltern und Kinder im Gemeindehaus Hilfe im Umgang mit Computer und Tablet. Dass Schulen ein wichtiger Resilienz-Faktor für unsere Gesellschaft sind, wird nun deutlich erfahrbar.

  • Die spontanen Initiativen der Nachbarschaftshilfe sind eindrücklich und stärken das Gefühl des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

  • Der Umgang mit Homeoffice wird geübt. Petra Wüst zeigt in einem Video, wie wir von zuhause aus arbeiten können.

  • Gert Scobel hilft mit seiner Diskussionsrunde beim Einordnen der Corona-Informationen und Fragen zu den gesellschaftlichen Auswirkungen.

  • Grosse Hoffnungen auf einen ökologischen Change. Dass z.B. das Geld für den Bau der umstrittenen Zürisee-Luftseilbahn in nachhaltige Umwelt- und Klimaschutzmassnahmen investiert wird.

 

Persönlich

  • Der Corona-Rückzug bietet Raum zum Innehalten, Tagebuchschreiben, neue Kochrezepte ausprobieren, endlich wieder mal Malen, Nähen, Basteln, Aufräumen, ...

  • Dominik Spenst hat eine tolle Form der Tagebuchführung auf Basis der positiven Psychologie entwickelt.

  • Auf grosse Resonanz stösst das tägliche Einsingen mit Barbara Böhi und Julia Schiwowa um 9h auf im Live-Stream.

 

Und Sie - mit welchen Hoffnungen stärken Sie sich im Moment? Und auf welche eigenen Fähigkeiten vertrauen Sie?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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27. März 2020

Das Institut für systemische Impulse sorgt auf LinkedIn für Verbundenheit.

Es lanciert Videomeetings für den Austausch und die gegenseitige Stärkung.

Es vernetzt uns mit Robbie Robertson, Ringo Starr &Co.

Es verlinkt mit inspirierenden Filmen wie z.B. Gert Scobel und Sternstunde Philosophie.

 

Und Sie - wie geht es Ihnen in der aktuell verdichteten VUKA-Welt? Wie sorgen Sie für Sicherheit in dieser komplexen, mehrdeutigen und verletzlichen Zeit der Corona-Krise?


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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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26. März 2020  

Kristen Slabaugh beschreibt, mit welchen Fragen sie achtsam bei sich selbst bleibt:

Liebe Regula

Ich ergreife diese Gelegenheit, um meine geschäftige aktive 'innere Stimme' zu beruhigen, damit ich mich wieder mit der tieferen Stille verbinden kann, der Grundlage des inneren Wohlbefindens, die immer gegenwärtig ist - trotz allem, was von außen geschieht. Natürlich ist es viel einfacher darüber zu reden (oder zu schreiben), als diese Haltung zu leben... aber dieser unerwartete Corona-Bruch des Alltags hat mir den neuen Hauch von Inspiration gegeben, um meine Absicht neu zu fokussieren. Ich kann die Außenwelt nicht kontrollieren... aber ich habe die Wahl, meine innere Welt zu erkunden und mich selbst zu kennen. Dadurch werde ich mir bewusster, wie ich handle und reagiere. Auf praktischer Ebene gibt es während meines Tages Momente, in denen ich meine Irritation bemerke, und mein Herz sich schließt. Dies sind die Momente, die ich nutzen kann, um mich zu fragen: «Was ist wirklich los?» - «Warum bin ich irritiert?» - «Warum ist mein Herz verschlossen?» - «Was will ich dagegen tun?» In den besseren Momenten kann ich diese Fragen beantworten und sehen, dass ich Angst habe, oder dass ich wünschte, es wäre anders, denn dann wäre mein Leben schöner, besser, einfacher usw.

Mein Denken Verlangsamen und dieses Bewusstsein in die schwierigen Momente mitzunehmen, ermöglicht es mir, eine Wahl zu treffen - hoffentlich!

Vielen Dank für diesen Moment zu reflektieren! Dein Blog ist ein super Service für alle. 

Und Sie - mit welchen Hoffnungen stärken Sie sich im Moment? Und auf welche eigenen Fähigkeiten vertrauen Sie?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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25. März 2020

Noch mehr schöne Ideen! Hier die Zusammenfassung:

  • Cornelia Schwager fragt sich, was am 24. Oktober 2020 anders sein wird. Unter anderem stellt sie sich vor, dass das Leben freier sein wird von Unnötigem, sich also freier abspielen wird. Und dass sie die Telefongespräche mit ihren Schülern vermissen wird.

  • Ich hoffe auf die bremsende Wirkung auf unsere beschleunigte, überhitzte Zeit: dass die Zürisee-Luftseilbahn doch nicht gebaut wird, dass wir uns wirtschaftlich zu Mass und Nachhaltigkeit besinnen, dass wir ökologisch reisen.

  • Ich fokussiere mehr auf den Moment - und erkenne, was alles wir als selbstverständlich betrachten. Und ich denke, dass Homeoffice künftig ausgebaut und akzeptiert sein wird.

Und noch ein Tipp zum täglichen Aufwärmen!

Barbara Böhi bietet mit ihrer Kollegin Julia Schiwowa ein Einsingen für 800 und mehr Chorsängerinnen und Chorsänger in der ganzen Schweiz an, jeden Morgen um 9h, bis die Chorproben wieder stattfinden in einem Live-Stream.

 

Und Sie - mit welchen Hoffnungen stärken Sie sich im Moment? Und auf welche eigenen Fähigkeiten vertrauen Sie?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

Balance finden

 

24. März 2020

Reto Kessler hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Hoffnung alleine zu Ent-Täuschungen führen kann. Tatsächlich - hier braucht es Klärung. Danke Reto!

 

Hoffnung oder Vertrauen?

Klaus Eidenschink hat sich in seinem Artikel Corona - Vertrauen oder Hoffnung? mit den Unterschieden, Vor- und Nachteilen von Hoffnung und Vertrauen auseinandergesetzt.

  • Hoffnung darauf, dass das Schicksal, die Politik, der Staat oder wer auch immer es richten sollen ist die kleine Schwester des Klagens. Wenn das, was ich mir erhofft habe, nicht eintritt, fühle ich mich vielleicht ohnmächtig, resigniert oder gar überfordert. Richten wir unsere Hoffnung auf unsere Stabilisierung und Motivation im Hier und Jetzt, können den heutigen Schmerz leichter ertragen und wir sind eher bereit, etwas zur Verbesserung der Lage beizutragen.

  • Vertrauen richtet sich nicht auf eine erwünschte äussere Zukunft. Wer vertraut setzt darauf, dass er mit dem, was kommt, gut zurecht kommt. Diese Art von Vertrauen auf sich selbst basiert auf Vertrautem, den eigenen Vorerfahrungen. Geht aber etwas schief, bin ich enttäuscht von mir. Dann hilft zu erkennen, was man alleine hinbekommt und wo man rechtzeitig auch Schwäche zeigen und sich Hilfe holen kann.

  • In einer Krise wie die Corona-Krise ist nichts mehr vertraut. Man fragt sich: Braucht es in der Welt nach Corona noch das, was ich weiss und kann? Kann ich darauf vertrauen, das zu lernen, was künftig nötig ist?
    Wenn wir jetzt auf Hoffnung setzen, stabilisieren wir uns für den Moment. Das ist gut und wichtig. Und: Alle die vor der Krise in ihre eigenen Persönlichkeitsentwicklung investiert haben, ernten jetzt die Früchte. Selbstvertrauen ist jetzt sehr hilfreich. Wer Ängste zulassen und zugleich das Vertrauen in sich aufrechterhalten kann, wird eher kreativ und zuversichtlich neue Antworten finden. Und Kontaktfähigkeit hilft, gemeinsam das Vertrauen zu generieren, das wir zur Bewältigung der aktuellen Aufgaben brauchen. Es wird auch Entscheide brauchen, die einfach nur weh tun. Wir brauchen also auch ein Vertrauen darin, dass man auch im Leid das Leben mag und es lebenswert findet.


Und das ist Resilienz - die elastische Widerstandskraft, mit der wir die Hürden des Lebens bewältigen. Lesen Sie unten in den Abschnitten «Resilienz in Zeiten des Coronavirus (2-4)» mehr dazu.

 

Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

 Zukunftsinstitut

23. März 2020

Eva Heine macht auf den Zukunftsfoscher Matthias Horx aufmerksam. Zusammen mit seiner Familie und mit seinem Forscherteam wirft er einen Blick in die Zukunft nach Corona und erklärt aus seiner Sicht, was die Corona-Krise für Wirtschaft und Gesellschaft bedeutet oder bedeuten kann.

  • Vor-Sicht-Modus anschalten: um auch in emotionalen Ausnahmesituationen klug entscheiden und handeln zu können, brauchen wir verstärkte Selbstkontrolle.

  • Vorsicht vor Clusterfucks, also Weltuntergangsideen, die von der Faszination für die Apokalypse und der Furcht des Menschen leben.

  • 4 Zukunftsszenarien: In welche Richtung werden wir uns entwickeln ...: Alle gegen alle, Rückzug ins Private, permanenter Krisenmodus oder in Richtung resilienter Gesellschaft?

  • Slow Thinking: Mit einem intuitiven, emotionalen Denken die Sprünge und Widersprüche ausbalancieren können, um entscheidungsfähig zu bleiben.


Und: lesen Sie Hartmut Rosa, der in seinem (Hör-) Buch Unverfügbarkeit Resonanz als Schlüssel zur Welt aufzeigt.

  

Und Sie? Stellen Sie sich vor, es ist der 23. Oktober 2020 und Sie schauen zurück auf die Corona-Krise. Was wird sich seither für uns verändert haben? Und welche Risiken müssen wir dabei im Blick behalten?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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Wochenende vom 21. und 22. März 2020

 

Und es kommen weitere Ideen und Beobachtungen! Hier die Zusammenfassung:

  • Ich hoffe ganz fest, dass das jetzige Zusammenrücken Bestand hat. Der Zusammenhalt in der Nachbarschaft, ja in der ganzen Gesellschaft, ist eindrücklich!

  • Wir werden wirtschaftlich wieder lokaler produzieren. Das Bewusstsein, dass billigste Preise nur mit der Ausbeutung von Menschen und der Natur möglich ist, wird einen Teil der Produzenten vom Ausland wieder in die Schweiz holen.

  • Die Eigeninitiative und der Gemeinschaftssinn wachsen. Dass Mark Bamidele und sein Team auf die Idee kommen, die Corona-Informationen in die Sprachen der Migranten zu übersetzen: grossartig!

  • Vielleicht öffnet Corona uns die Augen dafür, was wirklich wichtig ist im Leben. Wir haben ja alles, sogar jetzt können wir Briefe schreiben und telefonieren, und seit wenigen Jahren sogar videotelefonieren und mailen - das konnte noch keine Generation vor uns.

  • «Das Virus macht uns gleicher», sagt die Soziologin Katja Rost. Das Virus verschont tatsächlich weder Arme noch Reiche, weder Industrie- noch Entwicklungländer. Bereits jetzt wird darüber diskutiert, ob die Corona-Epidemie ein neues Zeitalter der Glokalisierung bedeutet, also des Aufschwungs lokaler Strukturen in einer weiterhin offenen, aber global weniger stark vernetzten Welt. Grundsätzlich sind Krisen immer Innovationstreiber. Denken Sie nur daran, wie sehr die Schulschliessungen die Akzeptanz von E-Learning erhöhen werden. Mit der Entschleunigung der Lebenswelten bleibt uns etwas mehr Zeit, um nachzudenken. Lesen Sie weiter im TagesAnzeiger.

Und Sie? Was hoffen Sie, wird die Corona-Krise uns langfristig ermöglichen?
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Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

 


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20. März 2020

 

So beeindruckende Ideen und Beobachtungen! Hier die Zusammenfassung:

  • Wir machen in unserer Meditationsgruppe immer um 19h ab zum Meditieren. So sind wir in Kontakt miteinander.

  • Wir haben in unserer Schule abgemacht, mit jedem Kind einmal pro Woche eine halbe Stunde zu telefonieren. So viel Zeit hatte ich noch nie pro Kind. Jetzt kann ich mit der Mutter sprechen und hören, wie es ihr geht, und dann mit dem Kind. Ich kann für meine Schülerinnen und Schüler da sein - so verbunden war ich noch nie mit ihnen.

  • Damit ich genug Bewegung habe, habe ich mit einer Freundin abgemacht, immer morgens um 7h die gymnastischen Übungen oder Yoga zu machen. Um 8h telefonieren wir kurz miteinander. Das gibt Struktur und motiviert.

  • Diese schwierige Zeit gibt uns einen Kick. Die ganze Gemeinde rückt zusammen, wir kommen uns näher.

  • Es entwickelt sich etwas ganz Neues. Ich hoffe, wir werden gestärkt, dass wir künftig weniger konsumieren und mehr Zeit miteinander verbringen. Ich erlebe jetzt mehr Gemeinschaft. Es ist ein Zusammenkommen, obwohl wir körperlich auf Abstand leben. Aus der heutigen Not entstehen neue Kontakte - eine neue Gemeinschaft.

Und Sie? Was hoffen Sie, wird die Corona-Krise uns langfristig ermöglichen?
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Vielen herzliichen Dank!

 

 

 

Grüne Sprechblase

19. März 2020

Unglaublich: so viele kreative Ideen! Hier die Zusammenfassung:

  • Wir werden erkennen, was wir bis jetzt immer zu machen müssen glaubten, aber nicht unbedingt gut fanden. Und entdecken, was uns eigentlich gut tut.

  • Wir werden mit den digitalen Medien viel vertrauter werden.

  • Wir erkennen, dass wir für unsere Gesellschaft Verantwortung tragen, auch für die Jugendlichen. Denn sie haben noch nicht erfahren, dass es soziale Grenzen gibt. Im 24h-Party-Betrieb mit Gratis-Nachtbus, mit Littering, das am nächsten Tag verschwunden ist, konnten sie wichtige soziale Erfahrungen noch nicht machen.Wir werden grundsätzliche Überlegungen zum sozialen Zusammenhalt neu denken müssen. Die spontanen Nachbarschaftshilfeangebote zeigen es uns.

  • Die Selbstständigen werden endlich unterstützt und entschädigt werden - sie bezahlen ja schon lange die sozialen Abgaben für die Arbeitslosenkasse.

  • Wir sind im Moment gezwungen, uns einander zu widmen. Das ist anstrengend und zugleich gewinnen wir eine neue Beziehungsqualität. Und: die Kinder werden ruhiger, sie ruhen mehr in sich selbst. Für mich ist es schön, das Zusammensein zu gestalten. Gemeinsam zu kochen, zu basteln, zu spielen, über das Leben zu reden.

  • Die Natur kann sich erholen von unserem Dreck und Lärm. Und wir nehmen uns Zeit zum Beobachten der schönen Frühlingsblüten, der Vogelgesänge. Dadurch erkennen wir einen neuen Frieden, eine innere Ruhe.

 

Und Sie? Was hoffen Sie, wird die Corona-Krise uns langfristig ermöglichen?
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Vielen herzliichen Dank!

 

 

 

Kinderhaende

18. März 2020

 

Wow - schon sind die ersten Ideen eingetroffen! Hier eine Auswahl vom :

  • Wir werden neue Kommunikationsformen finden. Wir werden klarer trennen, wann wir uns ganz persönlich treffen, wann wir telefonieren und wann eine Videokonferenz schalten.

  • Wir rücken schon jetzt näher zusammen. Am Familientisch, beim strukturierten Arbeiten und beim gemeinsamen Spiel oder Plaudern.

  • Auch wenn wir im Moment viel Risiko haben, es ist eine Chance! Wir werden viel lernen! Wir werden auf allen Ebenen lernen: sozial, wirtschaftlich, persönlich, ... die Nachbarschaftshilfe ist schon jetzt da. Wir kommen wieder zusammen und lernen das Zusammensein.

  • Wir schauen in der Familie, wie wir die Struktur in unserem Alltag gestalten und halten. Wir finden kreative Lösungen. Die Schulen sind top vorbereitet! Die Lehrerinnen und Lehrer in unserer Gemeinde bringen die Ufzgi persönlich vorbei, wir können an der Tür plaudern und unsere Lernbeziehung stärken!

  • Ich hoffe fest, dass wir ganz viel verändern werden! Abschied vom Konsumgeist, gemütlich vor Ort bleiben und gesunde Ferien machen, das überheizte Leben beruhigen. Unsere Phantasie ankurbeln! Was ist Glück und Zufriedenheit wirklich!

 

Und Sie? Was hoffen Sie, wird die Corona-Krise uns langfristig ermöglichen?
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Vielen herzliichen Dank!

 

 

 

Kindersingen

16. März 2020

Delfine in Italiens Häfen und die Menschen singen miteinander!

Dieser Text geht auf vielen digitalen Kanälen viral, er wird kopiert und weitergeleitet (die ursprüngliche Quelle ist unklar): https://www.tanjadraxler.com/blog/mutmachende-worte-in-zeiten-der-krise/

Der Philosoph Søren Kirkegaard sagt: «Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.» Und so frage ich im Moment alle meine telefonischen Gesprächspartner, was sie sich von der Corona-Krise erhoffen. Die erste spontane Reaktion ist oft: endlich etwas Ruhe! Ich nehme mir die Zeit zum Knöpfe annähen, Veloschlauch reparieren und Fenster putzen. Dann, nach längerem Nachdenken: «Vielleicht gelingt es uns, das wirklich Wesentliche wieder zu finden. Durch die vielen Ablenkungen und unzähligen Wahlmöglichkeiten, von denen wir in den letzten Jahren profitieren konnten, haben wir uns entfernt von dem, was wirklich wichtig ist im Leben.»

Lesen Sie im nächsten Abschnitt weiter, wie dieser Blog in Zeiten des Coronavirus begann.

 

 

 

 

Rettungsring in Zeiten der Not

Dienstagmorgen, 17. März 2020

Die einen haben es schon geahnt, die anderen waren gestern Montagabend völlig überrascht: Der Entscheid des Bundesrats, eine «ausserordentliche Lage» aufgrund der exponentiell zunehmenden COVID19-Ansteckungen auszurufen, betrifft uns alle. Plötzlich diese ungewohnte Ruhe, diese Vorsicht im Kontakt mit anderen Menschen.

Die schon lange geplante Geburtstagsfeier muss verschoben werden, vielleicht auf den Herbst, vielleicht auf nächsten Frühling. Diese Feier wird wahrscheinlich eine neue, tiefere Bedeutung erhalten, weil wir dann die soziale Distanz während der Corona-Welle überstanden haben, (wieder) gesund sind und nun wieder zusammen im selben Raum feiern dürfen.

In unserer Generation haben wir noch keine vergleichbare Situation erlebt. Unsere Gross- und Urgrosseltern schon: den ersten Weltkrieg, die Spanische Grippe, den zweiten Weltkrieg. Jede und jeder von uns reagiert wahrscheinlich etwas anders auf diese ungewohnte Situation. Und doch verbinden uns wichtige, Halt gebende Gemeinsamkeiten, die auch mit dem Resilienz-Modell abgebildet und erklärt werden können.

Lesen Sie weiter im nächsten Abschnitt über Resilienz in Zeiten des Coronavirus.

 

 

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© Regula Hug Resilienz-Coaching (nach Siegrist & Luitjens, 2011)

 

Dienstagmittag, 17. März 2020

Der englische Begriff «resilience» steht für Widerstandsfähigkeit und Elastizität. Er beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen. Die individuelle Resilienz des Menschen basiert auf seinen persönlichen Ressourcen. Doch diese kann der Mensch nur entwickeln im Zusammenspiel und Kontakt mit seiner Aussenwelt, seinen sozialen Ressourcen. Schauen Sie sich das Resilienz-Modell von Ulrich Siegrist und Martin Luitjens aus dem Jahr 2011 an.

Klaus Fröhlich-Gildhoff und Maike Rönnau-Böse schreiben in ihrem Buch über Resilienz und Resilienzförderung über die Lebensspanne: «Wir nutzen unsere Bewältigungskompetenzen aktiv im Hier und Jetzt. Dabei hilft uns die Fähigkeit zu geniessen und sich etwas Gutes zu tun, Humor, Optimismus und die Fähigkeit zu verzeihen und ein ressourcenförderndes Erleben und Verhalten. Und wir können unsere Bewältigungskompetenzen durch Erfahrung immer neu anpassen und mit der neuen Situation abstimmen durch die Fähigkeit, persönliche, sinngebende Ziele zu entwickeln, daraus Handlungspläne abzuleiten und eine Passung zu Gegebenheiten der Umwelt herzustellen.»

Denn: «Bei kritischen Lebensereignissen ist der Ausgang immer offen. Kann die Krise bewältigt werden, stärkt das erhöhte Selbstwertgefühl die Resilienz. Kann die Krise nicht bewältigt werden, führt das zu Selbstwertkrisen. Resilienz ist somit kein stabiles Konstrukt. Resilienz ist ein dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess!»

Und: «Resilienz ist unser Bewältigungskapital, indem wir unsere Beziehungen zu anderen Menschen aktiv gestalten, unseren eigenen Selbstwert sichern, unsere Lebensziele entwickeln und den Lebenssinn immer wieder umgestalten.»

Lesen Sie weiter im nächsten Abschnitt zu den persönlichen Resilienz-Faktoren.

 

 

 

Individuelle Resilienz Siegrist Luitjens 2011 PersoenlicheRessourcen

Dienstagnachmittag, 17. März 2020

Ein zentraler persönlicher Resilienz-Faktor ist die proaktive Grundhaltung, mit der wir eine Krise selbstverantwortlich und lösungsorientiert zu bewältigen versuchen. Das gelingt vielleicht nicht sofort. Doch mit dem Akzeptieren der Situation, die wir nicht selbst verändern können, gelingt uns ein wichtiger erster Bewältigungsschritt. Und mit unseren persönlichen Sinnkonzepten bringen wir die Kraft und Ausdauer auf, diesen anspruchsvollen Verarbeitungs- und Bewältigungsprozess weiter zu gehen. Der österreichische Arzt und Psychologe Victor Frankl überlebte den Holocaust und sagte, wir können „trotzdem Ja zum Leben sagen. Der Sinn muss gefunden werden, er kann nicht erzeugt werden.“

«Die Corona-Krise setzt gegenwärtig ungeahnte Kräfte frei», sagt die Philosophin Barbara Bleisch, der Ernst der Krise mache uns handlungsfähig. Und wir werden zugleich wieder ohne Ziel oder Zweck spazieren gehen, mit dem Partner ein Glas Wein trinken, Karten spielen, ein warmes Bad nehmen. Vielleicht gelingt es uns, den Wert weniger zielgerichteter Tätigkeiten neu zu schätzen: Geige spielen nicht wegen der Orchesterprobe, sondern aus Lust am Spiel; ein Buch lesen nicht wegen der Prüfung zum Thema, sondern weil wir lesen wollen; die Wohnung putzen, nicht weil Besuch kommt, sondern weil im Schrubben selbst etwas Reinigendes liegt. Hier finden Sie den Artikel von Barbara Bleisch.

Lesen Sie weiter im nächsten Abschnitt zu den sozialen Resilienz-Faktoren.

 

 

 

Individuelle Resilienz Siegrist Luitjens 2011 SozialeRessourcen

Dienstagabend, 17. März 2020

Der wichtigste soziale Resilienz-Faktor sind die verlässlichen Bezugspersonen in unserem Umfeld. Unsere Familie, der Freundeskreis, Vorbilder und unsere Kolleginnen und Kollegen an der Arbeit. In den letzten Tagen und Wochen haben wir alle mit ihnen viele Gespräche geführt, denn wir müssen die verschiedenen Informationen zur neuen Situation einordnen und verstehen können. Und dazu brauchen wir ein Gegenüber, das mit uns in Resonanz geht.

Damit uns die Pflege unseres Beziehungsnetzes gelingt, brauchen wir weitere persönlichen Resilienz-Faktoren: emotionale Stabilität, also die Kraft, unsere Emotionen selbst steuern zu können und Kontaktfähigkeit, damit wir mit Humor und Verbundenheit unsere Beziehungen pflegen können. Singen und Musizieren auf dem Balkon ist eine grossartige Möglichkeit, mit unseren Nachbarn in Resonanz zu gehen. Diese Resonanz stärkt uns für die Bewältigung der kommenden Nacht und des nächsten Tages. Und: greifen Sie zum Telefon! Hören Sie sich gegenseitig zu und gehen Sie von Ohr zu Ohr auf Tuchfühlung. Diese Form der Resonanz wird uns in der nächsten Zeit guttun.

Lesen Sie oben weiter, was aus diesem Blog über die Resilienz in Zeiten des Coronavirus wurde.

 

 

 

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