Balance finden

Reto Kessler hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Hoffnung alleine zu Ent-Täuschungen führen kann. Tatsächlich - hier braucht es Klärung. Danke Reto!

 

Hoffnung oder Vertrauen?

Klaus Eidenschink hat sich in seinem Artikel Corona - Vertrauen oder Hoffnung? mit den Unterschieden, Vor- und Nachteilen von Hoffnung und Vertrauen auseinandergesetzt.

  • Hoffnung darauf, dass das Schicksal, die Politik, der Staat oder wer auch immer es richten sollen ist die kleine Schwester des Klagens. Wenn das, was ich mir erhofft habe, nicht eintritt, fühle ich mich vielleicht ohnmächtig, resigniert oder gar überfordert. Richten wir unsere Hoffnung auf unsere Stabilisierung und Motivation im Hier und Jetzt, können den heutigen Schmerz leichter ertragen und wir sind eher bereit, etwas zur Verbesserung der Lage beizutragen.

  • Vertrauen richtet sich nicht auf eine erwünschte äussere Zukunft. Wer vertraut setzt darauf, dass er mit dem, was kommt, gut zurecht kommt. Diese Art von Vertrauen auf sich selbst basiert auf Vertrautem, den eigenen Vorerfahrungen. Geht aber etwas schief, bin ich enttäuscht von mir. Dann hilft zu erkennen, was man alleine hinbekommt und wo man rechtzeitig auch Schwäche zeigen und sich Hilfe holen kann.

  • In einer Krise wie die Corona-Krise ist nichts mehr vertraut. Man fragt sich: Braucht es in der Welt nach Corona noch das, was ich weiss und kann? Kann ich darauf vertrauen, das zu lernen, was künftig nötig ist?
    Wenn wir jetzt auf Hoffnung setzen, stabilisieren wir uns für den Moment. Das ist gut und wichtig. Und: Alle die vor der Krise in ihre eigenen Persönlichkeitsentwicklung investiert haben, ernten jetzt die Früchte. Selbstvertrauen ist jetzt sehr hilfreich. Wer Ängste zulassen und zugleich das Vertrauen in sich aufrechterhalten kann, wird eher kreativ und zuversichtlich neue Antworten finden. Und Kontaktfähigkeit hilft, gemeinsam das Vertrauen zu generieren, das wir zur Bewältigung der aktuellen Aufgaben brauchen. Es wird auch Entscheide brauchen, die einfach nur weh tun. Wir brauchen also auch ein Vertrauen darin, dass man auch im Leid das Leben mag und es lebenswert findet.


Und das ist Resilienz - die elastische Widerstandskraft, mit der wir die Hürden des Lebens bewältigen. Lesen Sie unten in den Abschnitten «Resilienz in Zeiten des Coronavirus (2-4)» mehr dazu.

 

Bleiben Sie gesund und herzliche Grüsse, Regula Hug

 

 

 

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